【新釈】ニーベルンゲンの歌 現代語訳|第一の冒険 クリームヒルト

ニーベルンゲンの歌より、夢を見るクリームヒルト 【新釈】ニーベルンゲンの歌
夢を見るクリームヒルト(筆者監修AI画像)

【導入】

ブルグントに、高貴な乙女が育った。名はクリームヒルト。ダンクラートとウーテの娘であり、グンター、ゲルノート、そして若きギーゼルヘルの妹であった。彼らはヴォルムスに居を構え、選りすぐりの勇士たちが仕えていた。

この乙女は夢を見た。自ら育てた一羽の隼が、その目の前で二羽の鷲に引き裂かれる夢である。母はそれを、高貴な一人の男のことだと解いた。もし神がその男を守らなければ、彼女はやがてその人を失うだろう、と。

【第一の冒険】クリームヒルト

古き時代の物語は、私たちに数多くの驚くべき出来事を語り伝える。誉れ高い英雄のこと、苦難と悲しみのこと、涙と嘆きのこと、喜びと祝宴のこと。勇敢な戦士たちの戦いについて、あなたは今、数多くの驚きを聞くことになる。

ブルグントの国に、ひとりの気高い乙女が育った。その美しさに並ぶ者は、いかなる地にもなかった。名をクリームヒルトという。やがて美しい婦人へと成長し、そのために多くの勇士が命と身を失うことになる。

彼女はその愛らしさで、誰からも咎められることがなかった。多くの勇者が彼女に求婚したが、彼女を憎む者はいなかった。その身体は驚くほどに美しく、その徳は、他のどの婦人の誉れともなり得るほどであった。

彼女を守っていたのは三人の王、いずれも高貴で富める者たち。グンターゲルノートは名声において並び立ち、若きギーゼルヘルもまた、選ばれた勇士であった。乙女は彼らの妹であり、ゆえに彼らは彼女を大切に庇護した。

その主君たちは寛大で、高貴な家柄に生まれ、選り抜きの戦士であり、戦場では勇敢であった。その王国はブルグントの国と呼ばれ、後にエッツェルの地でも数々の偉業を成し遂げることになる。

彼らはライン河畔のヴォルムスに、力と威光をもって住んでいた。その国からは多くの誇り高き騎士が仕え、生涯にわたって彼らに誉れと栄光をもたらした。しかし彼らは、二人の高貴な婦人の争いによって、悲惨な最期を遂げることになる。

その母は富めるウーテと呼ばれ、父はダンクラートという名であった。彼は生涯の終わりに、その遺産を子らに残した力ある男であり、若き日にも多くの名誉を得ていた。

三人の王は、すでに述べたとおり、大いなる力と強さを備え、最良の勇士たちが彼らに従っていた。彼らは強く、勇気にあふれ、激しい戦いにも決してひるまなかった。

その中には、トローネゲのハーゲン、その兄ダンクヴァルトメッツのオルトヴィーン辺境伯ゲールとエッケヴァルト、そしてアルツェイのフォルカー、力強き勇士がいた。

厨房長ルモルト、誉れ高き戦士、ジンドルトとフンノルトもまた、宮廷の名誉を守る役目を担っていた。さらに、ここで語り尽くせぬ勇士も数多くいた。

ダンクヴァルトは元帥であり、その甥であるオルトヴィーンは王の侍従長であった。ジンドルトは給仕長、フンノルトは侍従長であり、いずれも名誉を重んじる者たちであった。

その宮廷の力と広がり、その高い威厳と騎士道について、主君たちが生涯を通じて示した徳について、これを語り尽くせる者は誰もいない。

そのような栄誉のただ中で、クリームヒルトは再び夢を見る。強く、美しく、野性味を帯びた一羽の隼。それを二羽の鷲が襲い、彼女はそれを見なければならなかった。この世に、これ以上の悲しみはないと思われた。

彼女はその夢を母ウーテに語る。しかし母も、これ以上明確には解き明かせなかった。「あなたが見た隼は、高貴な男を指しています。神が彼を守らなければ、やがてあなたはその人を失うでしょう。」

「なぜそのように、男のことをおっしゃるのですか、母上。私は恋を知らずに生きていたいのです。このまま美しいままで死に至りたい。男への愛ゆえに苦しみを得ることなど、決して望みません。」

「そんなに強く拒むものではありません。」と母は言う。「もしあなたに心の喜びが訪れるなら、それは男の愛によるもの。神の定めがあれば、あなたは立派な騎士を夫として迎えるでしょう。」

「その話はやめてください、母上。多くの婦人の例が教えてくれます。喜びはやがて苦しみに報われるものだと。私はそのどちらも避けたいのです。そうすれば、危険から免れるでしょう。」

その頃、クリームヒルトの心はまだ恋を知らなかった。彼女は長い年月を、痛みなく穏やかに過ごした。誰にも心を寄せることなく。しかしやがて、彼女は名誉ある一人の勇士を夫として迎えることになる。

それこそが、夢に現れたあの隼であった。母が解いたその意味は、後に現実となる。彼は彼女の親族の手によって命を落とし、その一人の死によって、多くの母がわが子を失うことになる。

※底本:Karl Bartsch 編『Das Nibelungenlied』Leipzig: F. A. Brockhaus, 1867年版を使用。

【原文】Karl Bartsch 編 1867年版

Erstes Abenteuer.

Kriemhild.

In Burgund wuchs eine edle Jungfrau, Namens Kriemhild, die Tochter
Dankrats und Uten, die Schwester Gunthers, Gernots und Geiselhers, die
zu Worms saßen und denen auserwählte Helden dienten. Die Jungfrau träumte,
daß sie einen Falken zöge, den vor ihren Augen zwei Adler zerrissen.
Ihre Mutter deutete den Traum auf einen edeln Mann, den sie, wenn Gott
ihn nicht behüte, verlieren müsse.

1
Vil Wunders mære melden uns Sagen alter Zeit
Von rühmenswerten Helden, von Mühsal und von Leid;
Von Weinen und von Klagen, von Freude und Festesspiel,
Von kühner Recken Wagen könnt ihr nun hören Wunder viel.

2
Es wuchs in Burgunden ein edel Mägdelein,
Daß in allen Landen kein schöneres konnte sein,
Kriemhild geheißen; sie ward ein schönes Weib,
Um das viel Degen mußten verlieren Leben und Leib.

3
Die minnigliche lieben brachte keinem Scham.
Viel Recken um sie warben; Niemand war ihr gram.
Von wunderbarer Schöne war ihr edler Leib;
Der Jungfrau Tugend hätte geschmückt manch anderes Weib.
Das Nibelungenlied.

4
Sie hüeten drei Könige, edel und reich,
Gunther und Gernot, an Ruhme beide gleich,
Und Geiselher der junge, ein auserwählter Mann.
Die Maid war ihre Schwester; drum nahmen sie sich ihrer an.

5
Die Herren waren milde, hochadlig von Geschlecht,
Auserkorne Recken, und kühn im Gefecht.
Das Land der Burgunden, so war ihr Reich genannt.
Sie schufen starke Wunder noch seitdem in Etzel’s Land.

6
Zu Worms am Rheine wohnten sie in Macht und Kraft.
Aus ihren Landen diente viel stolze Ritterschaft
In Ruhm und Ehren ihnen all ihres Lebens Zeit.
Sie starben jammervoll durch zweier edlen Frauen Streit.

7
Frau Ute die reiche ihre Mutter hieß,
Ihr Vater der hieß Dankrat; sein Erb’ er ihnen ließ
Bei seines Lebens Ende, ein kraftreicher Mann,
Der auch in seiner Jugend großer Ehren viel gewann.

8
Die drei Kön’ge waren, wie ich kundgethan,
Von hoher Kraft und Stärke, und ihnen unterthan
Die allerbesten Recken, von denen man sagt,
Stark und kühnen Muthes, in scharfen Streiten unverzagt.

9
Das war von Tronje Hagen, und auch der Bruder sein,
Dankwart der schnelle, von Metz Herr Ortwein,
Die beiden Markgrafen, Gêr und Eckewart,
Volker von Alzei, ein Held von kräftiger Art.

10
Rumold der Küchenmeister, ein Degen ehrenreich,
Sindold und Hunold, die mußten allzugleich
Des Hofes Ehre wahren, die Mannen jener Drei.
Da war noch mancher Recke, der hier von mir verschwiegen sei.

11
Dankwart war Marschall; es war der Neffe sein
Truchseß des Königs, von Metz Herr Ortwein.
Sindold war Schenke, ein auserwählter Held,
Kämmerer war Hunold; auf Ehre war ihr Sinn gestellt.

12
Von der Macht des Hofes und ihrer weiten Kraft,
Von ihrer hohen Würdigkeit und von der Ritterschaft,
Die die Herren trieben ihr Leben lang mit Gut,
Vermöcht’ euch wahrlich Kunde zu geben keines Menschen Brust.

13
In diesen hohen Ehren träumte Kriemhild,
Sie sähe einen Falken, stark, schön und wild.
Den würgten ihr zwei Aaren, daß sie es mußte sehn;
Ihr konnt’ auf dieser Erde größer Leid nie geschehn.

14
Sie sagt’ ihrer Mutter den Traum, Frau Uten;
Nicht besser deuten konnte ihn die der Guten:
„Der Falke, den du siehest, das ist ein edler Mann;
Wenn Gott ihn nicht behütet, bald ist er dir verloren dann.“

15
„Was sagt ihr mir vom Manne, viel liebe Mutter mein?
Ohne Redeminne will ich immer sein;
So schön will ich bleiben bis an meinen Tod,
Daß ich durch Mannesminne nimmermehr gewinne Noth.“

16
„Nur nicht zu sehr bered’ es,“ sprach ihre Mutter da.
„Kommt dir Herzensfreude je im Leben nah,
So ist’s durch Mannesminne. Ein schönes Weib wird du,
Theilt dir Gottes Fügung einen guten Ritter zu.“

17
„Die Rede laßt bleiben,“ sprach sie, „Mutter mein.
Es hat an manchem Weibe gelehrt der Augenschein,
Wie Freude mit Leide oft zuletzt belohnt;
Ich will sie meiden beide, dann bleib’ ich von Gefahr verschont.“

18
Kriemhild in ihrem Herzen noch frei von Minne war.
So lebte sonder Schmerzen die Gute manches Jahr,
Daß sie keinen wußte, dem sie zugethan.
Doch sollte sie mit Ehren ein kühner Held zum Weib empfahn.

19
Das war jener Falke, den der Traum ihr wies,
Den ihr die Mutter deutete. Wie blutig rächte sie’s
An ihren Anverwandten, durch die er später fiel!
Durch den Tod des Einen fand mancher Mutter Kind sein Ziel.

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